Software-Betrüger greifen an

Computer-Programme, die nicht leisten, was sie versprechen, gibt es viele. Von betrügerischer Software wimmelt es nur so im Internet. Online-Kriminelle nutzen verstärkt auf besonders perfide Weise das Sicherheitsbedürfnis von Internet-Nutzern, um Kasse zu machen. Höchste Vorsicht ist geboten: Viele der mutmaßlichen Sicherheits-Programme spionieren als Undercover-Agenten für kriminelle Auftraggeber. Solche Rogue Ware genannten Programme gehören mittlerweile zu einem der Haupt-Sicherheitsprobleme im Internet.

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  Rogue Ware verbreitet digitale Parasiten

Die fiesen Computer-Programme spielen in der Regel ein doppeltes Spiel: Sie geben vor, Schädlinge aufzustöbern, tatsächlich verseuchen sie aber den Rechner mit digitalen Parasiten. Oder aber sie gaukeln dem Nutzer vor, sie hätten einen Trojaner auf dem PC entdeckt, den allerdings nur eine kostenpflichtige Version entfernen könne. Auch hinter manchen Bildschirmschonern verstecken sich mitunter fiese Schädlinge: Manche davon verbergen hinter einer nett anzusehenden Oberfläche Spionage-Software, die persönliche Informationen auskundschaftet.

  Programme schleusen Schädlinge ein

Die Masche der Software-Betrüger ist simpel: Sie bewerben ihre Programme massiv im Internet und versprechen hilfreiche Funktionen. PestCapture, WinAntiVirus 2006 oder SpamBlockerUtility heißen die Tools, die vorgeben, Viren zu jagen oder das Postfach vor Spam zu schützen. Tatsächlich schleusen sie Unmengen an Schädlingen auf den PC des ahnungslosen Anwenders, die spionieren oder mit Werbe-Popups nerven. Dabei sind die betrügerischen Programme von Qualitätsprodukten kaum zu unterscheiden und häufig mit einer gut gestalteten Internetseite ausgestattet. Zudem bieten die Betrüger kostenpflichtige Vollversionen an, die nützliche Zusatzfunktionen bieten sollen – tatsächlich wird dem Computer-Nutzer eine Luftnummer angedreht.

Schädlinge effektiv bekämpfen:
Softwareload
SpyBot Search and Destroy zum Download
Softwareload Ad-Aware zum Download
Softwareload Hijack This zum Download

 

Die Masche der Software-Betrüger

Um sich ein seriöses Aussehen zu geben, kopieren die Hersteller der betrügerischen Tools ganz gezielt das Aussehen bekannter Anwendungen. Auch bei den Namen besteht Verwechslungsgefahr: “Search & Destroy” lässt sich leicht mit “Kill & Clean” verwechseln. Einige der fiesen Tools verseuchen den Rechner völlig unbemerkt. Sie verstecken sich in Installationspaketen von Gratis-Tools oder schlüpfen geschickt durch Browser-Lücken. Haben die Tools sich einmal auf dem Rechner eingenistet, wird man sie nur schwer wieder los. Die Hersteller preisen sie zwar als Freeware an – aber nur, um ihre Opfer besser prellen zu können.

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  Betrüger benennen ihre Software um

Wenn Sicherheitsfirmen vor einem bestimmten Programm warnen, benennen es die Hersteller schlicht um und tauschen den Skin aus: Das böse Spiel beginnt von Neuem. Das geht nicht nur ins Geld, sondern zerstört womöglich auch das System. Viele Programme behaupten etwa, alle aktuell ausgeführten Programme seien verseucht. Wer nun die Nerven verliert und anfängt zu löschen, muss sie womöglich neu installieren – die Warnmeldung war eine glatte Lüge. Besonders gefährlich: Die Schädlinge tun alles, um nicht aufzufliegen. Manche der Programme warnen etwa vor Virenscannern und schalten sie gezielt aus, damit sie im Verborgenen ungestört walten können.

Schädlinge effektiv bekämpfen:
Softwareload
SpyBot Search and Destroy
Softwareload Ad-Aware
Softwareload Hijack This

Von;Christoph Schmidt

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